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Klimaschutz Hand in Hand

Ein Interview mit Kora Rösler, Bildungsreferentim
Organisation: Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Expertise: Ökologie, Nachhaltigkeit & interkulturelle Umweltbildung

Im Projekt „Klimaschutz – Hand in Hand“ geht es grundsätzlich um die Vermittlung von Wissen rund um den Klimaschutz und diesen auch im Alltag zu praktizieren. Mit diesem Angebot richten wir uns an Geflüchtete und ebenfalls an Einheimische. Im Zuge des Projektes haben wir ein Handbuch entwickelt – ein Tandemhandbuch – das einen Austausch anregen und begleiten soll. Um Interessierte zu finden und ein gutes Produkt zu entwickeln, haben wir eine Kooperation mit „Start with a Friend“ gebildet. Sie sind sehr erfolgreich darin Tandems zu bilden und an unseren Inhalten interessiert – eine ideale Partnerschaft.

Denn as Schöne an so einem  Tandem-Handbuch ist ja, dass er viel Raum bietet und schafft,  um Fragen zu stellen und ermöglicht mit- und voneinander zu lernen.  So sind beide Seiten sowohl Lehrende als auch Lernende – auf einen Austausch dieser Art haben wir bei der Entwicklung des Handbuches besonders geachtet.

Mit dem Handbuch „Klimaschutz Hand in Hand“ verfolgen wir vornehmlich drei Ziele.  Erstens wollen wir  Wissen rund um den Klimawandel und Klimaschutz beleuchten und auf diesem Wege  vermitteln. Dies machen wir mittels fachlichem Wissen und dann aber vor allem auch anhand konkreter  Praxistipps vom Jutebeutel über  Mülltrennung bis hin zu “Wie heize ich im Winter am besten?”, also theoretisches  und praktisches Wissen. Das zweite Ziel, dass wir mit dem Handbuch verfolgen  ist der interkulturelle Austausch, also das Kennenlernen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und auf diesem Wege auch das voneinander Lernen. Dritte Ziel ist es, die Möglichkeit zu haben Deutsch zu praktizieren und vielleicht auch ein paar Vokabeln zu lehren. Wir haben in dem Handbuch versucht einfache Sprache zu verwenden, damit die Hürde für Geflüchtete nicht zu groß ist und gleichzeitig auch punktuell arabisch zu verwendet, um auch einen Sprachaustausch in beide Richtungen anzuregen. Letztlich bieten wir Wissen an, das im besten Fall dazu führt Handlungen zu überdenken und zu ändern.

Wichtig war uns vor allem, Geflüchtete in die Entwicklung unseres Projektes und insbesondere des Handbuchs einzubinden.

Wir haben sieben sehr intensive, jeweils dreistündige Workshops veranstaltet und uns jedes einzelne Thema mit einer Fokusgruppe angeschaut und probiert zu lernen, wie Klimaschutz, in dem Fall speziell in Syrien, verstanden und praktiziert wird. Dabei sind wir z.B. darauf gestoßen, dass schon so gut wie allerorts in Syrien Leitungswasser getrunken wird; dass Fliegen ein großer Traum vieler Syrier bedeutet und dass, wir sehr sensibel mit dem Thema Wasser und Plastik umgehen müssen, da es auch Fluchterfahrungen von Menschen, die über das Meer gekommen sind, hervorbringen kann.   

Somit konnten wir ein Gefühl dafür bekommen, bei welchen Themen wir noch sensibler vorgehen müssen. Dazu hatten wir noch das Glück, dass eine Workshop-Teilnehmende, die die Fokusgruppe begleitet hat, bei uns angefangen hat zu arbeiten und so direkt an der Entwicklung des Handbuches mitarbeitete.  

Wir haben den Fokus auf einen gegenseitigen kulturellen Austausch gelegt –  eine Begegnung, in dem wir den Raum öffnen, um Fragen zu stellen: „Wie macht ihr es, wie machen wir es?“

Zudem haben wir im Handbuch wollten wir es vermeiden, dass eine einheimische Person Neuangekommenen erklärt, wie es jetzt läuft.

Das Thema Klimagerechtigkeit ist ein ganz großes, auch in diesem Projekt. Viele Personen, die hier in Brandenburg leben oder auch anderswo sind sich oft gar nicht darüber im Klaren, wie Handlungen, die sie hier treffen Auswirkungen an anderen Orten nach sich ziehen. Bei interkultureller Bildung, also bei Menschen, die aus unterschiedlichen Regionen und Kontinenten zusammenkommen wird die Problematik rund um Klimagerechtigkeit oft schnell deutlich. Insbesondere bei einem Nord-SüdAustausch: Wo kommt dein Kaffee, wo meiner her? Wie weit ist der Klimawandel in meinem und deinem Land vorangeschritten? Was macht der Klimawandel, kann er vielleicht sogar zu Flucht führen?Fragen dieser Artkommen möglicherweise durch die Begegnung erst auf und ermöglichen einendirekten Erfahrungsaustausch. Wenn wir beim Thema Umwelt- und Klimaschutz sind, dann haben wir es oft mit globalen und sehr komplexen Fragestellungen zu tun. Begegnungen und persönliche Geschichten machen an dieser Stelle Verhältnisse greifbar und verständlich. Und noch wichtiger: sie bringen auch Emotionen ins Spiel, die nötig ist sich für die Umwelt und das Klima einzusetzen!

Das Handbuch „Klimaschutz Hand in Hand“ ist ein Bildungsangebot für Geflüchtete und Einheimische. Das Handbuch kann bei der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg per E-Mail oder telefonisch (0331 200 578  0) angefragt werden. Außerdem steht es zum Herunterladen bereit: https://www.boell-brandenburg.de/de/2018/04/10/klimaschutz-hand-hand-das-tandem-handbuch-0Neben dem Handbuch entstand auch ein Film von Ammar al-Beik, einpreisgekrönter Filmregisseur und bildender Künstler aus Damaskus, Syrien. Hier finden Sie den Trailer und Film:https://www.boell-brandenburg.de/de/klimaschutz-hand-hand-ein-deutsch-syrischer-austausch

Kiss Cup – RespAct like a champion

Ein Abend voller Musik, live-Acts und mitreißender Stimmung – und wir mittendrin! Um 18 Uhr öffnete die Max-Schmeling Halle seine Tore, um die lange Schlange an Wartenden einzulassen. Mit einem Stand direkt beim Eingang konnten wir interessierten Besucher*innen von dem Projekt erzählen, mit Kids kleine Box-Sessions machen und dabei das Promi-Fußballspiel mitverfolgen.    

Camp Group als Partner des diesjährigen KISS CUP

Beim KISS CUP ist alles vereint: Promi-Fußball, tolle Live-Acts, Musik, eine große Feier und dabei noch was Gutes tun! Wir sind daher besonders stolz als diesjährige Partner mit unserem Projekt RespAct dabei zu sein und freuen uns auf einen aufregenden Abend voller Sport, Spiel und Spaß.

Der von dem Radiosender Kiss fm organisierte KISS CUP findet am 9. Oktober in der Max-Schmeling-Halle statt und die Tickets sind kostenlos in der 98.8 KISS FM-App verfügbar.

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