RespAct Tagung – Umweltgerechtigkeit interkulturell erleben im Rathaus Neukölln

Theorie in der Praxis

Die “RespAct Tagung – Umweltgerechtigkeit interkulturell erleben” vereinte Freitag, 26.10.18 im Rathaus Neukölln Lernmethoden des RespAct-Handbuches, Erfahrungsberichte von Anwendenden und die Lernergebnisse der Kinder und Jugendlichen des RespAct- Neukölln Herbstcamps.  

Das Herbstcamp der vergangenen Woche ist im Rahmen des senatsgeförderten Programms “RespAct Neukölln – Nachbarschaftliche Netzwerke stärken” durchgeführt worden und vereinte Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft. Teilnehmende der Theodor-Storm-Grundschule sowie des Albert-Schweizer Gymnasiums erfuhren vom 22.-26. Oktober wissenswertes zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit und engagierten sich mit Bastel-, Aufräum- und Umgestaltungsaktionen für ihren Kiez. Die RespAct-TeamerInnen begleiteten sie dabei altersgerecht durch die interaktiv gestalteten Programmtage. Darunter verstanden sich Stadtteilaktionen, Kiezrallyes, Upcycling-Workshops, Stadtnatur Ausflüge sowie das Basteln von Musikinstrumenten und eigenen Kräuter-Beeten.

Die nach dem RespAct Handbuch ausgebildeten TeamerInnen konnten so Erfahrungen mit den Methoden des am Freitag veröffentlichten Handbuches “Umweltgerechtigkeit interkulturell erleben” sammeln. Anhand der sieben Prinzipien für interkulturelle Umweltbildung, in denen Kinder und Jugendliche als Multiplikator_innen* für Umweltgerechtigkeit ausgebildet werden, sollen nachhaltige Veränderung im sozialen und ökonomischen Engagement erzielt werden. Den Berichten der Expert_innen* sowie den Lernerfolgen der Kinder und Jugendlichen zu Folge, schienen diese Methoden erfolgreich in die Praxis integriert worden zu sein. Die Camp Group gGmbH in stellt das vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördertes Handbuch für PädagogInnen und MultiplikatorInnen zum kostenlosen Download bereit.

Die Resultate der Tagung zeigen deutlich, dass das Lernkonzept weiterzuempfehlen ist. Dies war zum einen an der Begeisterung mit der die Kinder ihr Wissen spielerisch auf selbstgebauten Musikinstrumenten präsentierten zu erkennen. Zum anderen wurden die Ergebnisse deutlich als Jugendliche und Kinder weitaus bessere Leistungen als Erwachsene in einem Recycle-Umwelt-Quiz erzielten. Auch die geladenen Expert_innen* Frau Bunge aus dem Umweltbundesamt, Herr Klimeczek aus der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie Herr Lohner vom BUND waren begeistert. Sie teilten im Zuge der Veröffentlichung ihre Expertise auf dem Gebiet und erklärten den Kindern, Jugendlichen und allen interessierten Gästen die Funktion Ihrer Organisation und die Wirkung auf alle BürgerInnen. Dies stärkt das gemeinschaftliche Zusammenleben unterschiedlicher Akteur_innen* im Kiez und ermöglicht den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen neue berufliche und soziale Perspektiven.

Auf dem „Markt der Grünen Ideen“, auf dem veganen Snack und Kuchen zeitgleich mit offenen Upcycling-Workshops (Upcycling Workshops mit Trail & Error e.V. und Kunst-Stoffe e.V.) stattfanden, konnte die Veranstaltung langsam ausklingen.

Hier Spielen wir! Kinder protestieren für saubere und sichere Spielplätze in Kreuzberg

Beim UMZUG „Gemeinsam stark für Kinder. Sauberer & sicherer Kiez“ im Projekt „Gemeinsam. Sauber. Aktiv“, in dem Spielplätze Rund um das Kottbusser Tor in Kreuzberg wiederbelebt werden, zogen gestern Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Nachbarschaft protestierend durch den Kiez. Unter dem Motto „Beachtet uns! – Gemeinsam. Sauber. Aktiv. – für einen sauberen & sicheren Kiez!“ gestalteten alle Teilnehmenden Plakate und machten Lärm auf der Straße.

Besonders die Kinder aus dem Sport- und Bildungszentrum NaunynRitze sowie aus dem Nachbarschaftsladen Naunynstraße engagierten sich mit selbstgemalten Plakaten und Redebeiträgen für saubere und sichere Spielplätze. Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Nachbarschaft forderten wir Solidarität und Respekt für Spielplätze, die im öffentlichen Raum zweckentfremdet werden. Die Berliner Stadtreinigung stellte für die Kehrenbürgeraktion Warnwesten, Besen und Handschuhe bereit. Sprüche wie „Weg mit dem Dreck“ und „Frei von Müll, Dreck und Zigaretten auf der Rutsche und in der Ecke“ oder „Wir spielen alle gern‘ hier, jedoch liegt hier überall Papier und Bier“ betonen die Ernsthaftigkeit mit denen die Kinder den gestrigen Protest gestaltet haben.

Auch anliegende Kindergärten, Jugendclubs, die Bibliothek und sämtliche Restaurants sowie Spätis rund um den Kotti befürworteten den Umzug. Die Route startete und endete auf dem Spielplatz der Adalbertstraße und führte über die Spielplätze in der Dresdener und Naunynstraße. Nach dem Umzug konnten Eltern und Kinder in der Adalbertstraße vor dem Spielplatz des Neuen Kreuzberger Zentrums (NKZ) spielen, malen und essen.

UMZUG + ROUTE

15:00 Uhr Start – Treffpunkt Spielplatz am NKZ Adalbertstr.3

15:30 Uhr Start des Umzugs – Route Adalbertstr. 3, Dresdener Str., Oranienplatz, Naunynstr. 49

16:00 Uhr Kundgebung – Treffpunkt Spielplatz Naunynstraße 43-45 / 49-51

16:30 Uhr Umzug zum NKZ – Treffpunkt Spielplatz Naunynstraße 43-45 / 49-51 – Route Naunynstr., Adalbertstr.

17:00 Uhr Kundgebung – Treffpunkt Oranienstraße Ecke Adalbertstraße – Route Adalbertstr., Neues Kreuzberger Zentrum

17:30 Uhr Abschluss – Treffpunkt Spielplatz am NKZ Adalbertstr. 3

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Info: www.respact.org/feriencamp-2018

Zum Video vom Sommercamp 2017

Zum Video vom Sommercamp 2016 in der Karl-Weise-Schule

Zum Video vom Sommercamp 2016 in der Jens-Nydahl-Grundschule